Obst (Learnings)

Learnings (Obst)

Problemlösungen für die Gründungsphase

Wir als junge Startup-Gründer haben unsere erste Erfahrung mit YourCake gesammelt und möchten gerne die zwei wesentlichen Learnings an Gründungs-interessierte weitergeben!

Krisen meistern

Die wohl wichtigste Erfahrung für uns war der Umgang mit Krisensituationen, welche vorprogrammiert sind. Eine schnelle und professionelle Reaktion und Schlichtung sind hier wesentlich, da ansonsten das gesamte Gründungsprojekt scheitern kann. Wir haben uns für den Weg der offenen Kommunikation entschieden: Als wir zum Beispiel unsere Grundidee drastisch ändern mussten, da in kurzer Zeit viele Konkurrenzprodukte am Markt waren, haben wir eine Krisensitzung einberufen und offen über neue Ideen diskutiert. Durch die Einbindung aller Mitglieder und einem mehrstündigen Brainstorming konnten wir so die Krise unter Einstimmigkeit abwenden was mich zu dem nächsten Punkt bringt:

Teamgeist fördern

Den zentralen Pfeiler bei einer Gründung stellt das Team selbst dar. Die Zusammensetzung mit unterschiedlichen Interessen und fachlichen Kompetenzen ist wichtig, kann jedoch bei der Aufgabenverteilung zu Schwierigkeiten führen. Unser Team war so aufgestellt, dass wir alle relativ ähnlich ticken und dieselbe Ausgangsposition haben. Somit war die Grundeinstellung bei jedem dieselbe und auch der Gründergeist war in jedem einzelnen zu spüren. Doch auch unsere Zusammenstellung wurde häufig auf Herz und Nieren geprüft und immer vor neue Herausforderungen gestellt, die sich teilweise zu Krisen entwickelten. In diesen Zeiten ist vor allem die Förderung des Teamgeistes wesentlich, welche wir durch folgende Maßnahmen verbesserten:

  • Aufgabenverteilung aufgrund von Fähigkeiten und Interessen der Teammitglieder
  • keine Bevorzugung oder Benachteiligung von Teammitgliedern
  • regelmäßige Teambesprechungen
  • respektvoller Umgang miteinander

Aus beiden Aspekten ist ein wesentlicher Pfeiler sichtbar: Kommunikation!

 

Kommunikation bedeutet die gelungene Verständigung mittels Wort, Schrift, Geste und Emotion unter dem Bewußtsein der individuellen Kultur aller Beteiligten. © Björn Bellmann

 

 

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Salz (Hilfsmittel)

Hilfsmittel (Salz)

Wie können Gründer Ihre Ideen und Gedanken verwirklichen? Welche Maßnahmen können gesetzt werden, um in der Startup-Phase sich nicht in zu vielen Einzelheiten zu verstricken?

Gerade wir als junge Gründer haben so viele Ideen und Anreize gehabt, dass bald der Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sichtbar war. Somit haben wir uns einiger Hilfsmittel bedient, um das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren:

·      Projekthandbuch

Das Projekthandbuch war für uns von essentieller Bedeutung. Darin waren die Ziele, die Arbeitspakete und der Projektablauf genau dokumentiert und je Projektmitglied aufgeteilt. Durch diese schriftliche Dokumentation war jeder stets über seine Aufgaben informiert und hatte einen raschen Zugriff auf relevante Informationen. Zudem konnte unser Fachhochschul-seitiger Betreuer einen guten Einblick in unsere Arbeit gewinnen und durch die Transparenz uns effektiv unterstützen.

·      Umsetzungsplanung:

In der Umsetzungsplanung haben wir zusätzlich kleineren Arbeitspakete definiert und mit Fristen versehen. Dadurch konnten wir den Projektverlauf im Auge behalten und mit dem Enddatum regelmäßig abgleichen.

·      Redaktionsplan:

Wir haben unseren Fortschritt hier in diesem Blog mitdokumentiert, um zukünftigen Startup-Gründern eine Grundlage für ihre Projekte bieten zu können, die schnell und online einsehbar ist. Hierfür haben wir einen Redaktionsplan erstellt, damit jedes Projektmitglied weiß, wann sein Blogbeitrag online gestellt wird.

·      Google Drive/Facebook:

Um die Kommunikation im Team über die Monate aufrecht zu erhalten und damit jeder stets einen Einblick in die laufenden Teilprojekte hat, haben wir unsere Arbeiten laufend über Google Drive und Facebook ausgetauscht. Die Sozialen Medien haben somit eine zentrale Rolle im Rahmen der Hilfsmittel bei uns gespielt.

Vanillezucker (Finanzen)

Finanzierung (Vanillezucker)

Eine weitere wichtige Frage, die wir uns als Startup-Gründer in der Anfangsphase gestellt haben, war die Frage, wie unsere zu erwartende Umsatzentwicklung aussehen soll. Hierfür haben wir folgende Kalkulation erstellt:

Im ersten Jahr wird ein kumulierter Umsatz von EUR 1.038,96,00 über die Webseite http://www.yourcake.at erwartet. Dieser setzt sich aus den folgenden Bereichen zusammen:

Zeitraum Absatz (Stk/Woche) Wochen/Jahr Stk/Jahr Stk-Preis (EUR) Umsatz (EUR)
1. Monat 2 52 104 9,99 1.038,96*
2. Monat 5 52 260 9,99 2.597,40

*2 Stk./Woche x 52 Wochen=104 Stk / Jahr x EUR 9,99 = 936

Das Wachstum wurde in dieser Berechnung mit +3 Stück Absatz pro Monat kalkuliert.
Generell gilt: Langsameres Wachstum und eine schmalere Finanzierung führen zu mehr Prozess-Kontrolle. Ist vielleicht nicht immer sexy, aber ist für ein Startup in der Anfangsphase sicherer und nachhaltiger. Dieses Wachstum möchten wir am Anfang erreichen, jedoch mit zunehmenden Marketing und Finanzierungschancen nach dem ersten Jahr mindestens verdoppeln oder gar verdreifachen.

Diese Überlegungen haben uns zur nächsten Fragestellung – die der Finanzierung der Idee – gebracht.

Wie sollen wir Kapital für unser Startup aufbringen und über die Gründungsphase hinaus liquide bleiben?

Am Ende haben wir uns für folgende Vorgehensweise entschieden:
Die Finanzierung von YourCake soll phasengerecht erfolgen und teilt sich in drei Teile:

1.     In der Seed-Phase, welche sich hauptsächlich auf die Vorbereitungen zur Unternehmensgründung fokussiert, stehen bei YourCake die Entwicklung des Unternehmenskonzeptes, Analysen und Grundlagenentwicklung im Zentrum. In dieser Phase ist es für uns besonders schwierig, an Kapital zu kommen und die Suche nach geeigneten Investoren hat sich oft als unüberwindbar gestaltet. Daher haben wir diese Frühphase rein mit Außenfinanzierung durch Eigenkapital durch uns Eigentümer finanziert. Ein in weiterer Folge auftretender Fehlbetrag soll in Zukunft dann über die Investition eines Business Angels überbrückt werden.

2.     In der Startup-Phase, in welcher die offizielle Unternehmensgründung stattfinden wird, haben wir bereits ein tragfähiges Geschäftskonzept, aber noch keinen stabilen Absatz. Um neue Kapitalgeber zu gewinnen, soll hier an einer ausgereifteren Finanzplanung und den Ausbau von Absätzen gearbeitet werden, welche durch Fremdkapital durch langfristige Kredite finanziert werden soll. Zusätzlich legen wir einen Schwerpunkt in Transparenz und Kommunikation, um hier das Vertrauen der Kapitalgeber in das Startup zusätzlich zu erhöhen.

3.     Da unsere Mittel nicht ausreichend sind, soll eine gezielte Bewerbung an möglichen öffentlichen Förderprogrammen in Anspruch genommen werden, welche unter anderem vom Land Salzburg stammen sollen. Die damit gewonnene Verbesserung der Eigenkapitalbasis soll direkt in den Ausbau von Büroräumen und Marketing fließen.

Sollten alle Stricke reißen, wird ein Ausbau der Finanzierung hin zu neuen innovativen Konzepte wie Crowdfunding und Venture-Capital zur Diskussion gebracht, um das nötige zusätzliche Kapital aufzubringen. Vor allem bei Venture-Capital-Gesellschaftern kann man eventuell Wissenslücken durch eine aktive Beteiligung schließen, da diese die Mitwirkung an der Geschäftsführung ermöglichen.

 

 

Backpulver (Kooperationen)

Kooperationen (Backpulver)

Die Zusammenarbeit zwischen Startups und Dritte ist sehr essentiell für die Gründungsphase. Für beide kann eine Kooperation ein Gewinn darstellen und vom Know-How profitieren. Doch wer kommt für Kooperationen in Frage?

Hierfür haben wir die folgende Grafik angefertigt:

13. Verena Kooperationen

Wichtig für die Wahl der Kooperations-Partner sind vor allem die geografische Lage, Größe der Unternehmen und die Art der Unterstützung. Sehr wertvoll sind vor allem die Zusammenarbeit hinsichtlich Vertriebskanäle, Produktion und Einkauf.

 

Die für uns wichtigsten Kooperationsparter sind Lieferanten:

Grundsätzlich möchten wir unter anderem eine hohe Qualität und eine Auswahl an Produkten für die Konsumenten zur Verfügung zu stellen. Daher soll die Anlieferung nur durch Lieferanten erfolgen, die diese Anforderungen erfüllen. Die Produktion der einzelnen Zutaten und der sonstigen Materialien soll ganzheitlich extern durch Lieferanten erfolgen. Die einzelnen Rohmaterialien sollen größten Teils aus dem Inland, daher Österreich („Local Sourcing“) und dem Bio-Segment bezogen werden. Dadurch entfällt das Bezugsrisiko aus dem Ausland und die regionale Wirtschaft wird zusätzlich gefördert. Von Global Sourcing, also weltweiten Bezug von Waren, soll abgesehen werden, um die Logistik- und -managementkosten so gering wie möglich zu halten

Im Rahmen der Rohmaterialbeschaffung und Finanzierung von YourCake sollen diese Lieferanten je nach Möglichkeit zusätzlich als Kapitalgeber und/oder Kooperationspartner fungieren. Das gesamte Einkaufsvolumen soll pro zusammengefasster Produktgruppe auf einen spezialisierten Lieferanten aufgeteilt werden, um das Ausfallsrisiko auf einen Bereich zu begrenzen.

Nüsse (Produktentwicklung)

Nusskuchen:

Heute war es soweit und der erste Kuchen für unsere Angebot wurde getestet. Passend zur Jahreszeit, habe ich mich für einen herbstlichen Nusskuchen entschieden. Besonders wichtig ist es natürlich, dass der Kuchen auch richtig gut schmeckt und deshalb wurde er auch dem harten Geschmackstest von Großeltern, Eltern, Tanten und Onkeln unterzogen. Zu meiner großen Freude, waren alle sehr begeistert, sowohl von der Optik, als auch vom Geschmack. Juhuuu Test bestanden =)

Natürlich werden in den nächsten Wochen und Monate noch viele neue Rezepte ausprobiert und getestet, um unser Angebot Schritt für Schritt zu erweitern.

12. Romana Produktentwicklung

Schokolade (Verpackung 5)

Optische Gestaltung der Verpackung – Wo soll was hin? (Verpackung 5)

Nachdem seit den letzten beiden Einträgen geklärt ist welches Design die Verpackung haben soll und welche Mindestangaben auf die Verpackung müssen, wollen wir uns in einem nächsten Schritt überlegen, wie die einzelnen Elemente auf der Verpackung angeordnet werden sollen.

Hierbei ist es natürlich von großer Bedeutung zu beachten, wie die einzelnen Elemente für den Verbraucher am ansprechendsten sind und somit zum Kauf anregen.

Wir als Startup Unternehmen stehen vor der Schwierigkeit Aufgaben, bei denen große Unternehmen Agenturen beauftragen würden, selber zu lösen. Deshalb musste ich mir auch beim Verpackungsdesign eine Möglichkeit ausdenken, die es uns ohne teure Grafikprogramme etc. ermöglicht eine Vorstellung von möglichen Designs zu bekommen.

Ich entschloss mich dazu, die Favoriten aus meinem Verpackungskauf als Dummies zu verwenden und sie dementsprechend zu bekleben.

Die beklebten Verpackungen geben uns die Möglichkeit schon eine feste Vorstellung vom gewünschten Design zu bekommen. In einem nächsten Schritt können wir eine Agentur mir unseren genauen Vorstellungen briefen und sparen uns dadurch hohen Entwicklungskosten.

http://www.marketingcenter.de/ifhm/forschung/imadi/bgo_PB17.pdf

Verpackung 4 (Vorschriften)

Gesetzliche Vorschriften – Was muss auf die Verpackung (Verpackung 4)

In unserem Unternehmen YourCake verkaufen wir Lebensmittel, was bedeutet, dass wir viele Vorschriften bezüglich Kennzeichnung beachten müssen, um nicht gegen das Gesetzt zu verstoßen. Nachstehend habe ich die wichtigsten Informationen zusammengefasst, was bei Lebensmittelverpackungen auf dem Etikett stehen muss

  • Verpflichtende Nährwertkennzeichnung von Brennwert, Fett, gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate, Zucker, Eiweiß und Salz
  • Mindestschriftgröße 1,2 mm (für Kleinbuchstaben) (Quelle:https://www.verbrauchergesundheit.gv.at/lebensmittel/rechtsvorschriften/oesterreich/lebensmittelkennzeichnung.html)
  • Zutaten müssen im Zutatenverzeichnis durch Fettdruck, Großbuchstaben oder eine andere Farbe hervorgehoben werden
  • Nährwertangaben müssen in Form einer Tabelle bezogen auf 100 ml beziehungsweise 100 g erfolgen, in der Reihenfolge ‚Brennwert, Fett, gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate, Zucker, Eiweiß und Salz (Quelle: http://www.agrarheute.com/lebensmitteletikettierung)
  • Verkehrsbezeichung = Name des Lebensmittels, welcher durch Rechtsvorschriften festgelegt ist
  • Herstellerangabe = Name/Firma und Anschrift des Herstellers, Verpackers oder Verkäufers in der Europäischen Union -> wichtig bei Fragen und Reklamationen
  • Zutatenverzeichnis = Liste der Zutaten geordnet in absteigender Reihenfolge nach ihrem Gewichtsanteil zum Zeitpunkt der Herstellung: Das heißt, zuerst wird die Zutat mit dem größten Anteil angegeben.
  • Zutaten mit allergenem Potential
  • Mindesthaltbarkeitsdatum bzw. Verbrauchsdatum
  • Preis und Füllmengenangabe
  • Loskennzeichnung (Angabe der Chargennummer)   Ein Los umfasst Lebensmittel, die unter praktisch gleichen Bedingungen erzeugt, hergestellt und verpackt wurden. -> wichtig zur Rückverfolgung bei Reklamationen
  • Infos zur Aufbewahrung des Produktes (Lagertemperatur, andere Produkte in direkter Nähe usw.)
  • Netto- Gewicht des Produktes in bestimmten Gewichts- oder Volumeneinheiten
  • Verwendungszweck und Zubereitung– diese Information ist dann auf dem Etikett anzugeben, wenn sich der Verbraucher bei falscher Handlungsweise mit dem Produkt einer bestimmten Gefahr oder einem gesundheitlichen Risiko aussetzt (es wird z.B. gegessen ,ohne vorher zu kochen)
  • Ort der Herstellung oder Herkunft des Produktes

http://ernaehrungsstudio.nestle.de/start/ernaehrungwissen/wusstensieschon/lebensmittelkennzeichnungetikett.htm